New York schläft nie? Na ja… mindestens 4 Leutchen haben gestern Abend das Gegenteil bewiesen. Heute ist der 22.12.2025 und somit Tag 2 auf unserer Reise zu Big Apple. Aber fangen wir mal am Anfang… um 03:30 Uhr an. Hurra, der Jetlag hatte mich fest im Griff. Es gab nur einen, der mich geschlagen hat… Dietmar. Nein, nicht wirklich vermöbelt, sondern er war einfach eine halbe Stunde vor mir wach. Ich hatte ihn gewarnt, der Jetlag kennt keine Gnade. Ich dachte ja zuerst, es war der Sonnenaufgang und ich konnte deswegen nicht mehr schlafen. Was natürlich auch in NY zu dieser Zeit völlig Quatsch ist Der vermeintliche Sonnenaufgang war die Reklame vom Barclays-Gebäude gegenüber.

Es könnte auch sein, dass mich die Eindrücke vom gestrigen Tag nicht mehr einschlafen ließen. Da wäre zum Beispiel der Blick aus dem Hotelzimmer in der 41. Etage auf die Straße.
Oder der Weihnachtsmann auf der Rikscha, die Massen an Leuten, oder, oder, oder…

Um 07:00 Uhr war dann aber für alle die Nachtruhe vorbei, denn wir hatten uns zu 08:30 Uhr zum Frühstück verabredet. Das ist hier in dem Hotel alles voll durchorganisiert. Wie sollte es bei solch einem riesigen Hotel auch anders funktionieren. Also in der Lobby kurz mit dem Voucher anmelden, dann in einen anderen Lift einsteigen, welcher ausschließlich für das Frühstücksrestaurant in der 5. Etage vorgesehen ist. Dann bei der Püppi melden, welche uns dann zu unserem Platz brachte. Es funktionierte tadellos, so wie auch das Frühstück an sich war. Also für amerikanische Verhältnisse absolut top! Mir fehlte nur ein wenig mehr Auswahl an Kaffeesorten und… der Frühstückssekt. Aber man kann eben nicht alles haben. Ansonsten für den deutschen Gaumen so ziemlich alles da. Auch für Dietmar und Anne, wie man sieht. 😀

Und was sieht man noch? Genau… Annes müde Augen. Dabei hatte der Tag doch erst begonnen und es stand ziemlich viel auf dem heutigen Programmzettel. Allerdings fragte ich Dietmar, wo wir nach dem Frühstück hinfahren. Seine Antwort „In die 41 Etage“ … oh man, der hätte von mir kommen können. Kam er aber nicht, so blieb der Brüller bei meinem Bruder. Hatte er sich redlich verdient.
Dietmar und Anne wollten zum Ground Zero. Dort, wo einst die Twin-Tower standen. Das sollte unser erstes Ziel sein. Nun ist es ja nicht so, dass man von unserem Hotel aus alles fußläufig erreichen konnte. Also ging unsere Fahrt und der dazu gehörige Fußmarsch quer durch Manhattan. Oh ja… da kann man unheimlich viel sehen, bevor man am Ziel angekommen ist. Es war schon faszinierend zu sehen, wie die alten Häuser von Wolkenkratzeren umzingelt wurden.



Und schließlich waren wir an diesem geschichtsträchtigen Ort. Im Grunde hat man ja nicht wirklich etwas damit zu tun. Allerdings ist es doch irgendwie bedrückend, wenn man die Bilder von damals im Kopf hat. Heute sind an der Stelle der Twin-Towers zwei große Becken, wo am Grund Wasser fließt und der Rand mit den Namen der verunglückten Personen gesäumt ist.

Damit wollten wir für heute den Geschichtsunterricht beenden und begaben uns auf den Weg zu einem 7Eleven-Markt, um ein wenig auf günstigere Weise, die Bierreserven aufzufrischen. Man kann ja schließlich nicht immer dem Hotel das ganze Bier wegtrinken. 😀


Und fast wären wir auch auf dem direkten Weg dort angekommen, wenn Dietmar nicht „DA… ein Schiff!“ gerufen hätte. Also sind die vier Weisen aus dem DeutscheLand vom wahren Weg abgekommen und dorthin gelaufen. Das war grundsätzlich in Ordnung und überhaupt auch. Aber immer der Reihe nach. Wir sind also zu dem Schiff, was aber ein Museum war.

Wie bereits geschrieben… die Geschichtsstunde war vorbei – nix mit Museumsbesuch. Aber spanndend war es schon, wenn man weiß, dass wir am Nachmittag noch ein Date am Hudsonriver geplant hatten. Also weiter zum Bierdealer und fast wären wir nun wirklich auf dem direkten Weg dorthin gelangt, wenn ich nicht auf Abwegen durch eine Gasse laufen wollte. Und dann lag sie da… nicht schön von außen, aber es zählen ja die inneren Werte. Wir konnten nicht einfach vorbeigehen… an dieser Hafenkneipe, oder wie man sie auch immer nennen möge. Also kehrten wir ein! Bitte achtet auf die Deko hinter Anne. Davon hingen hunderte an Decken und Wände… enfach überall. Meine Güte, was mag in dieser Kneipe abgegangen sein? Nein… ich möchte das lieber nicht wissen. 😀 Aber… hier lernte Anne „Stronbow“ kennen. 😉


Frisch gestärkt ging es dann doch noch zum 7Eleven und anschließend zurück zum Hotel. Eine kurze Pause mussten wir schon einlegen, denn schlielich hatten wir ja noch was vor. Eine Fahrt mit der Metro… ein kurzer Weg zum Hotel… aber was war das dort… auf der linken Seite, nicht das hohe Gebäude?


Sehe ich da eine Oyster Bar? Doch nicht etwas eine Blue Oyster Bar? Wer nicht weiß, was das ist, der möge mal danach googlen, oder bei mir nachfragen. Aber es war dann doch nur eine Mermaid Oyster Bar. 😀
Und dann waren wir wieder im Hotel angekommen. Zeitig genug, um eine kleine Pause einzulegen, denn der Tag war noch laaaaaaaaange nicht zu Ende wir hatten ja noch eine Date. Nur als Vorabhinweis… ein Date mit einer ziemlich alten Dame. Unser Ziel war hier:

Genauer gesagt.. . hier, mit diesem Ausblick.

Aber zum eigentlichen Ziel benötigten wir das hier… dieses Schiff.

Oh man… der Käptn stellte sich beim Anlegen wie ein Leichtmatrose an . Mindesten 15 Minuten benötigter er zum Anlegen. Bei der MS Ostpreussen hätte man ihn dafür über die Reeling geworfen. 😉 Aber irgendwann ging die Fahrt dann in den Sonnenuntergang los, welcher schon ziemlich fiórtgeschritten war. Zur rechten Hand sehen Sie Brooklyn in seiner ganzen Pracht und Schönheit in der Dunkelheit.


Okay… das Bier gehörte nun nicht zu Brooklyn, aber nichts ist schlimmer als Durst und dehydriert zu der alten Dame zu gelangen. und dann waren wir angekommen… bei ihr … im Dunkeln… Wer kennt sie nicht?

Sie leuchtete doch noch so sehr in ihrem Alter, aber nach wenigen Minuten war das Date auch schon wieder vorbei. Aber mal ehrlich… fast das ganze Leben kannte man sie und es war ein Traum, sie mal zu sehen. Und dann lag sie da… ähm… stand sie da. Es war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis… ohne Zweifel. Dann ging es weiter zu Brooklyn-Bridge.

Auch sehr imposant… nicht zu verwechseln mit „im Po Sand“. Auch hier hatte ich den Tip bekommen, unbedingt über die Brücke zu gehen und Fotos von der Skyline von Manhattan in der Dunkeheit zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass es wirklich ein Erlebnis ist. Aber die Fotos vom Schiff aus sind eine echte Alternative.



Rundum war eine schöne Fahrt am Abend, wenn da nicht eine Handvoll… Gänse, wie Rumpelstilzchen sagen würde, an Board waren. Für die waren ihre Haare und schnattern wichtiger, als sich ein wenig an der Fahrt zu erfreuen, Da frage ich mich doch… warum sie dann überhaupt bei solch einer Fahrt mitmachen. Also nicht aufregen und… oh ja, wir hatten da noch ein kleines Schmankerl geplant. DER Weihnachtsbaum vor dem Rockefellercenter. Nach einem Zwischenstopp im Applebeeˋs und einem kurzen Fußmarsch, waren wir auch schon da.





So wie wir, fanden das auch tausenden andere die Idee ganz toll. Und die Eisbahn war gleich daneben. Nein… wir sind nicht aufs Glatteis gegangen. Wir kennen das Risiko im hohen Alter, sich die Knochen zu brechen. 😀 Na jedenfalls waren wir nach dem Tag schon ziemlich platt. Unser Hotel hatte einen eingebauten Magneten und so zog es uns immer mehr an.

Nun mussten wir aber auf dem Rückweg über die 5th AV, wo es nicht wirklich ruhiger wurde. Eher ist das Gegenteil war der Fall, den vor einem Kaufhaus wurde richtig Party gemacht. Aber schaut selbst. (Hatte ich schon erwähnt, dass ich wegen der Videos stolz… ach ich glaube ja 😉 )
Und wir hatten es tatsächlich geschafft! Schnell noch einen Absacker… Dazu schnell noch eine Preisfrage mit unglaublich geringer Gewinnchance. Welchen Absacker hatten wir gewählt? 😀

Nun gut… diesen Tag haben wir geschafft. Die anderen 3 horchen schon eine Weile wieder am Kissen. Nun ist es 00:57 Uhr und ich habe nach fast 3 Stunden meine Pflicht erfüllt. In ca. 6 Stunden beginnt ein neuer Tag mit neuen Plänen und Abenteuern.
Seid gespannt, wir sind es auch!