Heute morgen, am 26.02.2026, das haben wir gestern beschlossen, klingelt der Wecker offiziell eine halbe Stunde eher. Unser heutiger Outdoor-Termin war bereits auf 10:00 Uhr terminiert. Vorher anziehen, Morgenspaziergang, Frühstück, Spaziergang zurück zum Zimmer, noch wärmer anziehen und los. So war der Plan. Beim Blick aus dem Fenster: Au backe viele Zentimeter von dem weißen Zeug und immer mehr fiel da so vom Himmel. Kein Winterdienst weit und breit und so stapften wir durch ca. 15 cm Neuschnee Richtung Frühstück. Und eines muss man dem Bengel ja lassen: so viel wie der futtert, da kannste ne ganze Familie von ernähren 😅.

Auf dem Weg zu unserem Außentermin waren wir dann die ersten, die diesen Weg durch den Wald gingen. So ist das Fitnessprogramm für uns damit inklusive. Endlich waren wir dann angekommen….bei den Huskies. Vorerst einchecken, warten und den Erläuterungen folgen. Benno und Opa fanden es draußen so spannend, die mussten erst einmal interessiert schauen. Dann waren wir dran – Schlitten Nr. 7.

Die Herausforderung für die Alten: Wie kommen wir so tief hinunter, und der Gedanke kam dazu: Wie kommen wir da wieder raus und hoch, ohne albern auszusehen?  Und so wurden wir aufgereiht: die Oma nach hinten, davor der Opa und ganz vorne der Neu-Elf.

Die Hunde waren schon ganz ungeduldig und bellten in einer Tour. Das Frauchen gab endlich das Kommando und los ging die wilde Fahrt. Yes Sir, haben die ein Tempo, die Kurven wurden auch mit Speed genommen. Und unsere Huskies nun ganz brav. Jetzt haben wir auch verstanden, weshalb alle Hände im Schlitten bleiben sollten. Das Tempo war echt nicht schlecht und das bei der riesigen Aufgabe uns alle drei plus Frauchen durch den winterlichen Wald zu ziehen. Die Hunde hatten einen großen Spaß an der Sache! Manno war ich froh, dass der Opa vor mir saß. Der Fahrtwind war ganz schön heftig. und so konnte ich ab und an mal abtauchen hinter seinem breiten Rücken. Der Enkel vorne quietschte vor Vergnügen und gab immer neue Kommandos, die zum Glück keinen Husky interessierten. Wer weiß, wo wir sonst gelandet wären? Die Gegend ist einfach traumhaft schön.

 

Hier oben ist Schnee übrigens super, ich liebe ihn! 😍 Zu Hause brauche ich das nicht. So viel Arbeit und die vor der eigenen Haustür, oh ne, das ist nicht nötig!

Nach der wilden Tour gab es einen warmen Saft und Kekse in einer Hütte. Die Belegschaft dort ist mega nett und so haben wir noch Einiges über die Namensgebung bei den Huskies erfahren und dass die meisten von Ihnen großen Hunger haben. Am liebsten essen sie Fisch. Kurz bevor wir den Ort dort verlassen haben, durften wir sogar noch welche streicheln-voll süß-einer war ganz kuschelig, der bekam gar nicht genug davon.

Und dann wollten wir mal schauen, ob DER große Mann für uns Zeit für einen kurzen Termin hatte. Der Opa meinte, so zum Bergfest wäre das besonders passend. So langsam kamen auch die ganzen Touris aus aller Welt hier an.

Beim Anstehen kamen wir ins Gespräch mit einer wirklich netten weiblichen Elfe mit Namen: “Tannenzapfen”. Sie konnte auch sehr gut deutsch sprechen. Endlich waren wir dann nach etwa 30 Minuten auch an der Reihe, eine endlos lange Zeit für so einen Wirbelwind. Der Weihnachtsmann hat uns auf deutsch begrüßt, aber klar, wir erinnern uns ja an das letzte Weihnachten, wo wir auf ihn getroffen sind 🥰. Nach uns kamen Japaner und sie wurden in Ihrer Landessprache begrüßt…sowas kann nur der echte Weihnachtsmann.

Zurück im Zimmer musste Benno unbedingt noch einmal den frischen Schnee testen.

Hatte ich schon gesagt, dass ich es liebe, wenn Kids freiwillig ins Bett schlüpfen, so für eine Mittagspause, das ist so mega und erholsam, für alle!

Irgendwann wurden wir durch Motorenlärm wach – wie jetzt? Was ist das? Ein Blick aus dem Fenster und Tatsache, es gibt ihn  auch hier – den Winterdienst! Ein Riesenfahrzeug schob mit einer Schaufel die obere frische Schicht weg und half damit den geliebten Rodelberg neu zu formen.

Eben war der Lütte noch in den schönsten Träumen, bei den Geräuschen von Motoren war er sofort auf, in Sekundenschnelle angezogen und hat mit eigenen Augen das Tun beobachtet. Der Rest war ein Kinderspiel: fertig anziehen und auf zu Mrs. Santa. Die Erwachsenen hatten Appetit auf einen Kakao und Kuchen aus der Elfenbäckerei. Kakao mag Benno immer noch nicht, Kuchen wollte er auch nicht. Sein Herz schlug für Marshmallows und Sprite – na klar. Das Highlight hier, ein etwa 10-jähriger Junge, der auf einmal Klavier spielte. Was für eine Atmosphäre….dann mussten wir aber los.

Opa wollte noch die Karten für liebe Leute schreiben und in den Briefkasten werfen.

Und wieder mal warten für Benno und keine Lust auf eine eigene Karte. Er wollte raus, er hat so lange geschlafen und gesessen, er wollte endlich wieder im Schnee spielen.  Okay: Opa hat noch eine kleine Shoppingrunde gedreht und Oma und Benno haben, jeder auf seine Art, am Spielplatz “gewartet”.

Gemeinsam ging es anschließend kleine Ergänzungen für das Abendessen besorgen. Aber dann war es soweit für das neu geschaffene Schneegebirge vor dem Haus. Schnell den organisierten Schlitten holen und ab ging der Benno. Irgendwann hat aber auch er genug.

Beim Blick aus dem Fenster war kein Bengel mehr zu sehen, also die Stimme ins weite Rund erschallen lassen-okay, der Kleene stand vor der Tür und wollte rein. Oma also und runter und was ist das? ein grüner Schlitten? Wir haben einen pinkfarbenen organisiert. Ja, den hatte sich ein anderes Kind geschnappt, weil die Schwester auch so einen hatte und seinen grünen stehen ließ. Eines hatte Benno gelernt: so ein Schlitten gehörte ihm nicht wirklich, sondern nur hier und jetzt. Aber in dem Fall: nicht mit Oma! In Leggins und Hauslatschen stiefelte sie flink in Richtung Berg auf den “Sünder” zu. Ein lautes “Hey” und “we change” hat den Jungen klaglos tauschen lassen. Hat er mich verstanden? Mir doch ejal! Die Geste und die große, breite Frau mit Kommandostimme hat keinen Widerspruch geduldet.

Tja und dann hatte Benno Durscht – das erste Glas genommen, sah ja aus wie Fanta – brrrr wat is dit? Auf einmal zog er zügig Richtung Waschbecken und hat sich, nachdem er meinen letzten Schluck Bier geklaut hatte, diesen auch noch ausgespuckt und mehrfach den Mund ausgespült. Tja, so mussten wir herzhaft lachen, dieses Bild, wie er das Gesicht verzogen hat, einfach herrlich. 😂🤣

Und nun  – heute Abend wird es etwas ruhiger. Sooooo viel frische Luft macht auch die Alten müde. Beim Junior haben wir da keine Bange! Aber vorher noch gemeinsam Abendessen – heute auf dem Zimmer und möglicherweise schmeißen wir die Sauna noch mal an. Nicht zu heiß, damit der Opa nicht überkocht. Ich hoffe, dass wir heute zeitig zu Bett kommen, denn morgen ist wieder Action angesagt. Und verraten wird vorher nichts, das ist mal klar! Ach es schneit immer noch, hoffentlich kommen wir morgen früh aus dem Haus!