Ohne Moos nix los….
und das gilt nicht nur für die Menschen, sondern insbesondere für Rentiere. Moos ist deren Leibgericht, das habt Ihr ja bereits aus dem Elfen-Trainingscamp in Erinnerung! Wir kamen kurz nach der Fütterung der zwei heimischen Rentiere am Gehege vorbei und Benno war erneut ganz fasziniert, was Gingerbread und Heidi – so heißen die zwei – da mit gutem Appetit verzehrten. Und da sie wohl besonders hungrig waren, war es mit der Beobachtung schon beinahe vorbei, als es vom Tierpfleger noch einen großen Haufen Moos gab, den wir verfüttern durften. Oh wie toll, wir dürfen die Rentiere füttern, natürlich nur von außen, aber immerhin ein besonderes Erlebnis. Aber wie das manchmal so ist, hatten wir alle beide weder ein Handy noch irgend ein Ersatzgerät dabei, um das in Bildern festzuhalten. Nur ein Hinweis am Rande… es war kein magisches Moos, mit welchem die Rentiere fliegen könnten. Magisches Moos glitzert und funkelt. Wer solches mal findet… unbedingt sammeln und ein Rentier füttern. 😉
Übrigens unser Frühstück: Hier gilt es eine kleine Korrektur anzubringen! Bei unserem ersten Frühstück waren wir noch arg erschrocken um das recht trocken wirkende Buffett. Im Laufe der Zeit und der hin und wieder zeitigen Frühstücksrunde mussten wir feststellen, dass alles frisch zubereitet auf den Tisch kam. Die ausgesprochen trockene Luft sorgt aber für so manche Wurst- bzw. Käsewelle. Also allet jut!
Unser letzter Tag hat also schon mit einem wundervollen spannenden Erlebnis begonnen! Nun hieß es Koffer packen und auf den Gepäckservice warten. Benno durfte die Wartezeit noch einmal beim Rodeln und Schnee Schaufeln verbringen. Als alle Koffer sorgsam gepackt waren, haben wir fürsorglich schon einmal alle Koffer und das Handgepäck nach unten in den Vorraum des Hauses geschafft. So brauchte der Kutscher dies nicht tun. DAS dachten WIR! 11:30 Uhr war angesagt: kein Fahrer; 11:35 Uhr; 11:40 Uhr….hmmm wo lag hier der Fehler? Jensi stiefelte noch einmal ins Zimmer ans Telefon – Rücksprache mit einer, nach seinen Worten, wenig motivierten Mitarbeiterin – okay dauert noch etwas, er kommt gleich. Irgendwann wurde es Jensi zu bunt und stampfte mit seinen Reiseschuhen durch das winterliche Weihnachtsdorf zur Rezeption. Ich habe inzwischen unsere Habseligkeiten scharf bewacht! Der Tenor der Geschichte war: Man ging davon aus, dass die Koffer im Zimmer oben waren und daher die Zeit nur eine grobe Orientierung bot. Es waren an dem Tag viele Abreisen und dementsprechend viele Koffertouren zu fahren. Na gut! Also alle Koffer wieder hoch, Benno hat dabei als Fahrstuhl- und Türboy einen tollen Job erledigt. Als Opa am Haus zurück war, hatten wir bereits alles erledigt. Nun also noch einmal kurz oder länger (?) ins Zimmer aufwärmen und die speziellen Örtlichkeiten noch einmal kurz unter die Lupe nehmen. Der Opa war gerade fertig, da klopfte es auch schon. Der Kofferservice, na toll, wir hatten doch noch gar nicht das Kinderprogramm im TV gefunden und schon hieß es wieder anziehen und diesmal endgültig Abschied nehmen von unserem liebgewordenen Zuhause auf Zeit.
Wir ließen uns dann schon mal zur Rezeption mit chauffieren, denn immerhin übten die Erwachsenen den aufrechten Gang ohne schwere Winterschuhe und besonders dicker Kluft in drei Schichten oder so. Umstieg auf normal war angesagt. Und nun, was tun ohne Bett und doppelten Boden? Eine Frage an den Neu-Elf und der hatte die tolle Idee: Spielplatz!

Okay, den Weg kannten alle. Und auf dem Weg dahin zog noch ein kleiner Laden die Aufmerksamkeit des Opiˋs auf sich. DAS war Benno so gar nicht recht. Leicht schmollend fügte er sich aber. Nur um danach mit fliegenden Fahnen mit deutlichem Vorsprung am Spielplatz anzukommen. Das Kind war glücklich! Wir haben festgestellt, wer seine Handschuhe zu Hause vergisst, bekommt diese hier günstiger als im Internet. Es muss ja auch was geben, was dort in Finnland günstiger ist 😁. Als der Zeitpunkt gekommen war, an dem alle sich einen Ortswechsel vorstellen konnten, war es auch Zeit für einen Imbiss. Nur was wollten wir wirklich? Pizza oder Burger oder Hot Dogs oder…was? Da fiel uns ein: Auf der To-Do-Liste war der Reindeer-Burger noch gar nicht erledigt. Oh man, beinahe hätten wir das vergessen. Bei einer schnellen Internetrecherche haben wir festgestellt, dass das begehrte Stück Fleisch im Restaurant “Three Elfs” zu haben war. Also nüscht wie hin, wat fürˋn schöner Name für uns drei Neu-Elfen 😍. Endlich gab es ein frisch Gezapftes für die Großen und einen Glögi für das Kind. Benno hat sich für ein Kindermenü mit Nuggets und Pommes entschieden, die Erwachsenen waren gespannt auf den Reindeer-Burger.



140 Gramm waren angesagt, ist jetzt nicht üppig, aber als Geschmacksprobe ausreichend. Tja und wenn hier keine Fertig Paddys in die Pfanne kommen, sondern das Hack bulettenähnlich verarbeitet wird, da staunt man schon mal suchend an seinem Burgerbrötchen ringsherum. Der Geschmack erinnerte etwas an Wild – na klar! Bei dem gewählten Restaurant handelte es sich übrigens um unseren Frühstücksraum, der ab Mittag dann ein Restaurant ist. Und endlich war zur Freude unseres Wirbelwinds auch der Kamin an. Feuer übt eine magische Anziehungskraft auf ihn aus. So konnte er sich endlich wärmen, leider durfte er kein Holz nachlegen oder sonstwas.

Wohl gesättigt zogen wir in die Kinderecke. Für die Erwachsenen gab es einen Cocktail und für das Kind eine Sprite und nen Kinderfilm zur Belohnung, in der Hoffnung, dass Benno sehr müde wird. Na gut, die Hoffnung stirbt zuletzt! Und so haben nacheinander erst der Opa und dann die Oma eine kleine Pause eingelegt, Benno nicht. Egal, die Ecke war unsere und so wurde sie bis zum Schluss besetzt!



Dann war es soweit: die Koffer vorholen, die nun richtig trockenen Sachen von Benno im Koffer verstauen und ein Taxi von der Rezeption organisieren lassen. Um die Rezeption herum stehen jede Menge Taxis herum wie bestellt und nicht abgeholt, allerdings sind wohl auch einige “schwarze Schafe” darunter. Und dann kam er UNSER Fahrer, ja und damit UNSER Taxi – erkennbar an UNSEREM gut lesbaren Namen auf dem Display. Der brave Mann fuhr uns zum Festpreis vom Hotel zum Flughafen, da hatte Jensi doch noch ein Trinkgeld a la Mama übrig. Ja und da waren wir wieder zurück am “großen” Flughafen Rovaniemi.



Yippieh, wir reisen zum Glück mit easyjet, bei Ryanair war der Schalter mega voll. Anschließend Sicherheitskontrolle – lt. Internet dauert das Ganze nur 5 Minuten. Die lügen – alle – eine ewig lange Schlange und Erinnerungen an New York kamen in Jensi und mir hoch. Es fängt irgendwo hinten an und hat tatsächlich etwa 30 Minuten gedauert. Wo wollen die denn alle hin? 4 Kontrollbänder und Körperscanner waren im Einsatz. Benno hat sich als erfahrener Fluggast wieder, wie in Berlin, in Position gestellt, das war hier aber gar nicht nötig.
Zum Glück gab es danach so etwas wie eine Kinderspielecke, da konnte das Kind noch mal etwas toben und Freundschaften oder auch nicht schließen – keiner verstand ihn.

Der Rest ist schnell erzählt: mit einem belegten Brötchen für unglaubliche 8,90 Euro haben wir den großen Hunger von Benno stillen können. Sage nochmal einer was über die Preise am BER. Check in pünktlich, pünktlich ging es auch los und 10 Minuten später war Benno vorübergehend im Land der Träume.






In Berlin lief der kleine Kerl brav bei Oma in Richtung Gepäckrückgabe. Ja, Ihr Lieben, alle Koffer sind wieder in unserem Besitz gelandet. Im Auto folgte dann Nachtschlaf Teil 2 für den Lütten. Teil 3 dann, nachdem Opa uns sicher nach Hause gebracht hat. Omi hat den schlafenden Benno ins Bett getragen, beim Ausziehen noch etwas geholfen und dann kam noch ein leises: “Gute Nacht Omi”.


Und nun ist das Ganze auch schon wieder eine Geschichte. Das Kind ist bei den Eltern und Geschwistern, wir auf der Couch und sagen: schön wars – echt toll, also auch für uns. Wir haben uns gut vertragen, also meistens 🥰.











































































