Begleite Sabine und Jens auf ihren Reisen durch die Welt

Kategorie: Dem Weihnachtsmann die Hand schütteln

Tag 5 – Am Ende kommt das Ende

Ohne Moos nix los….

und das gilt nicht nur für die Menschen, sondern insbesondere für Rentiere. Moos ist deren Leibgericht, das habt Ihr ja bereits aus dem Elfen-Trainingscamp in Erinnerung! Wir kamen kurz nach der Fütterung der zwei heimischen Rentiere am Gehege vorbei und Benno war erneut ganz fasziniert, was Gingerbread und Heidi – so heißen die zwei – da mit gutem Appetit verzehrten. Und da sie wohl besonders hungrig waren, war es mit der Beobachtung schon beinahe vorbei, als es vom Tierpfleger noch einen großen Haufen Moos gab, den wir verfüttern durften. Oh wie toll, wir dürfen die Rentiere füttern, natürlich nur von außen, aber immerhin ein besonderes Erlebnis. Aber wie das manchmal so ist, hatten wir alle beide weder ein Handy noch irgend ein Ersatzgerät dabei, um das in Bildern festzuhalten. Nur ein Hinweis  am Rande… es war kein magisches Moos, mit welchem die Rentiere fliegen könnten. Magisches Moos glitzert und funkelt. Wer solches mal findet… unbedingt sammeln und ein Rentier füttern. 😉

Übrigens unser Frühstück: Hier gilt es eine kleine Korrektur anzubringen! Bei unserem ersten Frühstück waren wir noch arg erschrocken um das recht trocken wirkende Buffett. Im Laufe der Zeit und der hin und wieder zeitigen Frühstücksrunde mussten wir feststellen, dass alles frisch zubereitet auf den Tisch kam. Die ausgesprochen trockene Luft sorgt aber für so manche Wurst- bzw. Käsewelle. Also allet jut!

Unser letzter Tag hat also schon mit einem wundervollen spannenden Erlebnis begonnen! Nun hieß es Koffer packen und auf den Gepäckservice warten. Benno durfte die Wartezeit noch einmal beim Rodeln und Schnee Schaufeln verbringen. Als alle Koffer sorgsam gepackt waren, haben wir fürsorglich schon einmal alle Koffer und das Handgepäck nach unten in den Vorraum des Hauses geschafft. So brauchte der Kutscher dies nicht tun. DAS dachten WIR! 11:30 Uhr war angesagt: kein Fahrer; 11:35 Uhr; 11:40 Uhr….hmmm wo lag hier der Fehler? Jensi stiefelte noch einmal ins Zimmer ans Telefon – Rücksprache mit einer, nach seinen Worten, wenig motivierten Mitarbeiterin – okay dauert noch etwas, er kommt gleich. Irgendwann wurde es Jensi zu bunt und stampfte mit seinen Reiseschuhen durch das winterliche Weihnachtsdorf zur Rezeption. Ich habe inzwischen unsere Habseligkeiten scharf bewacht! Der Tenor der Geschichte war: Man ging davon aus, dass die Koffer im Zimmer oben waren und daher die Zeit nur eine grobe Orientierung bot. Es waren an dem Tag viele Abreisen und dementsprechend viele Koffertouren zu fahren. Na gut! Also alle Koffer wieder hoch, Benno hat dabei als Fahrstuhl- und Türboy einen tollen Job erledigt. Als Opa am Haus zurück war, hatten wir bereits alles erledigt. Nun also noch einmal kurz oder länger (?) ins Zimmer aufwärmen und die speziellen Örtlichkeiten noch einmal kurz unter die Lupe nehmen. Der Opa war gerade fertig, da klopfte es auch schon. Der Kofferservice, na toll, wir hatten doch noch gar nicht das Kinderprogramm im TV gefunden und schon hieß es wieder anziehen und diesmal endgültig Abschied nehmen von unserem liebgewordenen Zuhause auf Zeit.

Wir ließen uns dann schon mal zur Rezeption mit chauffieren, denn immerhin übten die Erwachsenen den aufrechten Gang ohne schwere Winterschuhe und besonders dicker Kluft in drei Schichten oder so. Umstieg auf normal war angesagt. Und nun, was tun ohne Bett und doppelten Boden? Eine Frage an den Neu-Elf und der hatte die tolle Idee: Spielplatz!

Okay, den Weg kannten alle. Und auf dem Weg dahin zog noch ein kleiner Laden die Aufmerksamkeit des Opiˋs auf sich. DAS war Benno so gar nicht recht. Leicht schmollend fügte er sich aber. Nur um danach mit fliegenden Fahnen mit deutlichem Vorsprung am Spielplatz anzukommen. Das Kind war glücklich! Wir haben festgestellt, wer seine Handschuhe zu Hause vergisst, bekommt diese hier günstiger als im Internet. Es muss ja auch was geben, was dort in Finnland günstiger ist 😁. Als der Zeitpunkt gekommen war, an dem alle sich einen Ortswechsel vorstellen konnten, war es auch Zeit für einen Imbiss. Nur was wollten wir wirklich? Pizza oder Burger oder Hot Dogs oder…was? Da fiel uns ein: Auf der To-Do-Liste war der Reindeer-Burger noch gar nicht erledigt. Oh man, beinahe hätten wir das vergessen. Bei einer schnellen Internetrecherche haben wir festgestellt, dass das begehrte Stück Fleisch im Restaurant “Three Elfs” zu haben war. Also nüscht wie hin, wat fürˋn schöner Name für uns drei Neu-Elfen 😍. Endlich gab es ein frisch Gezapftes für die Großen und einen Glögi für das Kind. Benno hat sich für ein Kindermenü mit Nuggets und Pommes entschieden, die Erwachsenen waren gespannt auf den Reindeer-Burger.

140 Gramm waren angesagt, ist jetzt nicht üppig, aber als Geschmacksprobe ausreichend. Tja und wenn hier keine Fertig Paddys in die Pfanne kommen, sondern das Hack bulettenähnlich verarbeitet wird, da staunt man schon mal suchend an seinem Burgerbrötchen ringsherum. Der Geschmack erinnerte etwas an Wild – na klar! Bei dem gewählten Restaurant handelte es sich übrigens um unseren Frühstücksraum, der ab Mittag dann ein Restaurant ist. Und endlich war zur Freude unseres Wirbelwinds auch der Kamin an. Feuer übt eine magische Anziehungskraft auf ihn aus. So konnte er sich endlich wärmen, leider durfte er kein Holz nachlegen oder sonstwas.

Wohl gesättigt zogen wir in die Kinderecke. Für die Erwachsenen gab es einen Cocktail und für das Kind eine Sprite und nen Kinderfilm zur Belohnung, in der Hoffnung, dass Benno sehr müde wird. Na gut, die Hoffnung stirbt zuletzt! Und so haben nacheinander erst der Opa und dann die Oma eine kleine Pause eingelegt, Benno nicht. Egal, die Ecke war unsere und so wurde sie bis zum Schluss besetzt!

Dann war es soweit: die Koffer vorholen, die nun richtig trockenen Sachen von Benno im Koffer verstauen und ein Taxi von der Rezeption organisieren lassen. Um die Rezeption herum stehen jede Menge Taxis herum wie bestellt und nicht abgeholt, allerdings sind wohl auch einige “schwarze Schafe” darunter. Und dann kam er UNSER Fahrer, ja und damit UNSER Taxi – erkennbar an UNSEREM gut lesbaren Namen auf dem Display. Der brave Mann fuhr uns zum Festpreis vom Hotel zum Flughafen, da hatte Jensi doch noch ein Trinkgeld a la Mama übrig. Ja und da waren wir wieder zurück am “großen” Flughafen Rovaniemi.

Yippieh, wir reisen zum Glück mit easyjet, bei Ryanair war der Schalter mega voll. Anschließend Sicherheitskontrolle – lt. Internet dauert das Ganze nur 5 Minuten. Die lügen – alle – eine ewig lange Schlange und Erinnerungen an New York kamen in Jensi und mir hoch. Es fängt irgendwo hinten an und hat tatsächlich etwa 30 Minuten gedauert. Wo wollen die denn alle hin? 4 Kontrollbänder und Körperscanner waren im Einsatz. Benno hat sich als erfahrener Fluggast wieder, wie in Berlin, in Position gestellt, das war hier aber gar nicht nötig.

Zum Glück gab es danach so etwas wie eine Kinderspielecke, da konnte das Kind noch mal etwas toben und Freundschaften oder auch nicht schließen – keiner verstand ihn.

Der Rest ist schnell erzählt: mit einem belegten Brötchen für unglaubliche 8,90 Euro haben wir den großen Hunger von Benno stillen können. Sage nochmal einer was über die Preise am BER.  Check in pünktlich, pünktlich ging es auch los und 10 Minuten später war Benno vorübergehend im Land der Träume.

In Berlin lief der kleine Kerl brav bei Oma in Richtung Gepäckrückgabe. Ja, Ihr Lieben, alle Koffer sind wieder in unserem Besitz gelandet. Im Auto folgte dann Nachtschlaf Teil 2 für den Lütten. Teil 3 dann, nachdem Opa uns sicher nach Hause gebracht hat. Omi hat den schlafenden Benno ins Bett getragen, beim Ausziehen noch etwas geholfen und dann kam noch ein leises: “Gute Nacht Omi”.

Und nun ist das Ganze auch schon wieder eine Geschichte. Das Kind ist bei den Eltern und Geschwistern, wir auf der Couch und sagen: schön wars – echt toll, also auch für uns. Wir haben uns gut vertragen, also meistens 🥰.

Tag 4 – Ein Rentier kommt selten allein

Heute hatten wir früh morgens so gar keinen Termin. Gleich früh um 08.00 Uhr die Frage vom Kind: Freust Du Dich auch schon aufˋs Frühstück? Diese Frage bekommen wir so ungefähr 3x am Tag. Und dass das ein Highlight für ihn ist, konnten wir auch heute wieder feststellen.  Frisch gestärkt und mit einem freien Vormittag im Gepäck sind wir dann in den Tag gestartet. Auf dem Rückweg konnte man schon die ersten eingeflogenen Touris sehen, welche sich Polarkreis einfanden.

Bücher ansehen, etwas TV schauen, etwas schlummern…und dann ging es wieder an die frische Luft. Unser Enkel forderte uns mutig zu einer Schneeballschlacht heraus. Na das ging dann fröhlich hin und her, mit wechselnden “Mannschaften”. Für uns war es schon eklig, als das weiße Zeug im Gesicht landete. Benno hat keine Miene verzogen, lauthals gelacht und tapfer weiter versucht, den Pulverschnee irgendwie mit seinen kleinen Händen zu formen.

Irgendwann ist auch die größte Schlacht vorbei, also weiter Richtung Wald. Aber hey, was war das? Diesen Schneeberg, den hatte Benno noch nicht unter seine Arme, Beine und den Po genommen. Also ging es wieder hoch und runter mit einer Energie, wie sie nur Kinder haben. Irgendwann wurde die Rutschfähigkeit des unbekannten Schneegebirges auch auf dem Bauch abwärts getestet. Schnee im Kragen – no Problem – Oma hilft dabei, die größten Brocken zu entfernen. und weiter ging es mit Spaß. Da standen ja schließlich Bäume, die noch nicht geschüttelt waren 😊. Hier war Opa wieder der beste Helfer der Welt und es rieselte der Schnee wunderschön von oben nach unten. Apropos unten: da waren doch irgendwann mal Schneeengel unterwegs. Benno hat geholfen, diese zu finden.

 

 

Für unser Tageshighlight haben wir diesmal den Nachmittag ausgewählt. Es ging auf Tour mit dem Rentierschlitten. Unser Rentier hieß “Brueröe” oder so. Der arme Kerl hatte nun also eine schwere Aufgabe vor sich: Oma, Opa UND Benno alle in diesem einen Schlitten. Er lief mit uns dreien am Ende eines Dreiergespanns. Davor war eine Vierergruppe. Ordentlich zugedeckt ging es dann los. Nicht 400m und auch keine 800m, sondern viel weiter durch den Santa Claus Winterwald. Regelmäßig kam vom Opa beim Blick in die Winterlandschaft der Ausruf: so wunderschön, so wunderschön. Manno, das war echt beeindruckend und hat sogar bei mir als “Schneemuffel” den Wunsch nach einer Wiederholung hervorgerufen…..ohne einen Wirbelwind…nur für Erwachsene.

 

Na mal schauen! 😉 Wenn man so als Letzter in der Reihe ist und einen tollen Blick in die Runde hat, so ergibt sich auch ab und an der Blick auf das Hinterteil unseres Helden. Na und wer so arbeitet, der muss auch mal, also sich entleeren, sehr zum Vergnügen von Benno. Wie gesagt, unser Rentier war ein tapferer Bursche! und er hat nicht seinen Kumpel da vorne für sich mitziehen lassen. Die Verbindungsleine hing regelmäßig durch und er kuschelte im Schlitten vor uns mit den Leuten. Die hatten dann die Freude seines heißen Atems und der Schlabberzunge.

Mehr als 30 wundervolle Minuten ging es durch den zauberhaften Winterwald ringsumher und da konnte man nicht nur wahnsinnige Spaziergänger sehen, wo ich mich frage: wissen die überhaupt wo sie gerade sind? Es gab auch ganz merkwürdige Influencer-Tiere im Tiefschnee mit Fotoausrüstung. Sachen gibt’s, die einen Staunen lassen.

Nach dieser tollen Tour waren wir ans Lagerfeuer eingeladen. Na, das ist so spannend für unseren Benno! Es gab warmen Glögli und dann so krass: eine Wurst, die man an einer überlangen Gabel am Feuer selber grillen durfte. Was für ein Erlebnis! Hier kam Jensi auch mit unserem Guide ins Gespräch und so wurde das Rentier- Wissen erweitert.

Ja und sonst noch? Einen Kurzbesuch in Santaˋs Foodmarkt, und auf Wunsch eines einzelnen Herren ging es noch auf den Spielplatz. Bevor es dann zum Abendessen zum Zimmer ging, mussten wir noch eine Glögli für Benno und ja: Glühwein trinken.

Beim Rückweg flog wieder etwas Schnee in allen möglichen Formen wie wild durch die Luft.

Oben angekommen hieß es dann: Tisch decken und gemeinsam die Reste vertilgen. Das Kind ist nun geduscht, Zähne sind geputzt und in wenigen Minuten gehen für Benno dann die Lichter aus. Okay, sie sind ausgegangen 🤣

Und für morgen, da gebe ich heute bereits einen kleinen Ausblick, da es schwierig wird, Zeit zum Schreiben zu finden.

Also um 11:30 Uhr werden die Koffer aus dem Zimmer abgeholt und an der Rezeption aufbewahrt. Wir haben Leute gesehen, die Ihre Koffer durch den Tiefschnee gezogen haben. Das tun wir uns nicht an, zumal das hier in dieser Unterkunft zum Service gehört. Drückt bitte die Daumen, dass Benno die Couch in der Rezeption zur Mittagsruhe akzeptiert und wir das Kind dann irgendwann irgendwie wieder auf Normalo umbauen können. In Berlin ist es schließlich frühlingshaft.

Gegen 18:15 Uhr lassen wir uns zum Flughafen kutschieren. Kurz nach 21:00 Uhr Ortszeit geht der Flieger.

Also, Ihr Lieben, habt noch einen tollen Abend! Wir melden uns!

Tag 3 – Da wird doch der Huskie in Rovaniemi verrückt

Heute morgen, am 26.02.2026, das haben wir gestern beschlossen, klingelt der Wecker offiziell eine halbe Stunde eher. Unser heutiger Outdoor-Termin war bereits auf 10:00 Uhr terminiert. Vorher anziehen, Morgenspaziergang, Frühstück, Spaziergang zurück zum Zimmer, noch wärmer anziehen und los. So war der Plan. Beim Blick aus dem Fenster: Au backe viele Zentimeter von dem weißen Zeug und immer mehr fiel da so vom Himmel. Kein Winterdienst weit und breit und so stapften wir durch ca. 15 cm Neuschnee Richtung Frühstück. Und eines muss man dem Bengel ja lassen: so viel wie der futtert, da kannste ne ganze Familie von ernähren 😅.

Auf dem Weg zu unserem Außentermin waren wir dann die ersten, die diesen Weg durch den Wald gingen. So ist das Fitnessprogramm für uns damit inklusive. Endlich waren wir dann angekommen….bei den Huskies. Vorerst einchecken, warten und den Erläuterungen folgen. Benno und Opa fanden es draußen so spannend, die mussten erst einmal interessiert schauen. Dann waren wir dran – Schlitten Nr. 7.

Die Herausforderung für die Alten: Wie kommen wir so tief hinunter, und der Gedanke kam dazu: Wie kommen wir da wieder raus und hoch, ohne albern auszusehen?  Und so wurden wir aufgereiht: die Oma nach hinten, davor der Opa und ganz vorne der Neu-Elf.

Die Hunde waren schon ganz ungeduldig und bellten in einer Tour. Das Frauchen gab endlich das Kommando und los ging die wilde Fahrt. Yes Sir, haben die ein Tempo, die Kurven wurden auch mit Speed genommen. Und unsere Huskies nun ganz brav. Jetzt haben wir auch verstanden, weshalb alle Hände im Schlitten bleiben sollten. Das Tempo war echt nicht schlecht und das bei der riesigen Aufgabe uns alle drei plus Frauchen durch den winterlichen Wald zu ziehen. Die Hunde hatten einen großen Spaß an der Sache! Manno war ich froh, dass der Opa vor mir saß. Der Fahrtwind war ganz schön heftig. und so konnte ich ab und an mal abtauchen hinter seinem breiten Rücken. Der Enkel vorne quietschte vor Vergnügen und gab immer neue Kommandos, die zum Glück keinen Husky interessierten. Wer weiß, wo wir sonst gelandet wären? Die Gegend ist einfach traumhaft schön.

 

Hier oben ist Schnee übrigens super, ich liebe ihn! 😍 Zu Hause brauche ich das nicht. So viel Arbeit und die vor der eigenen Haustür, oh ne, das ist nicht nötig!

Nach der wilden Tour gab es einen warmen Saft und Kekse in einer Hütte. Die Belegschaft dort ist mega nett und so haben wir noch Einiges über die Namensgebung bei den Huskies erfahren und dass die meisten von Ihnen großen Hunger haben. Am liebsten essen sie Fisch. Kurz bevor wir den Ort dort verlassen haben, durften wir sogar noch welche streicheln-voll süß-einer war ganz kuschelig, der bekam gar nicht genug davon.

Und dann wollten wir mal schauen, ob DER große Mann für uns Zeit für einen kurzen Termin hatte. Der Opa meinte, so zum Bergfest wäre das besonders passend. So langsam kamen auch die ganzen Touris aus aller Welt hier an.

Beim Anstehen kamen wir ins Gespräch mit einer wirklich netten weiblichen Elfe mit Namen: “Tannenzapfen”. Sie konnte auch sehr gut deutsch sprechen. Endlich waren wir dann nach etwa 30 Minuten auch an der Reihe, eine endlos lange Zeit für so einen Wirbelwind. Der Weihnachtsmann hat uns auf deutsch begrüßt, aber klar, wir erinnern uns ja an das letzte Weihnachten, wo wir auf ihn getroffen sind 🥰. Nach uns kamen Japaner und sie wurden in Ihrer Landessprache begrüßt…sowas kann nur der echte Weihnachtsmann.

Zurück im Zimmer musste Benno unbedingt noch einmal den frischen Schnee testen.

Hatte ich schon gesagt, dass ich es liebe, wenn Kids freiwillig ins Bett schlüpfen, so für eine Mittagspause, das ist so mega und erholsam, für alle!

Irgendwann wurden wir durch Motorenlärm wach – wie jetzt? Was ist das? Ein Blick aus dem Fenster und Tatsache, es gibt ihn  auch hier – den Winterdienst! Ein Riesenfahrzeug schob mit einer Schaufel die obere frische Schicht weg und half damit den geliebten Rodelberg neu zu formen.

Eben war der Lütte noch in den schönsten Träumen, bei den Geräuschen von Motoren war er sofort auf, in Sekundenschnelle angezogen und hat mit eigenen Augen das Tun beobachtet. Der Rest war ein Kinderspiel: fertig anziehen und auf zu Mrs. Santa. Die Erwachsenen hatten Appetit auf einen Kakao und Kuchen aus der Elfenbäckerei. Kakao mag Benno immer noch nicht, Kuchen wollte er auch nicht. Sein Herz schlug für Marshmallows und Sprite – na klar. Das Highlight hier, ein etwa 10-jähriger Junge, der auf einmal Klavier spielte. Was für eine Atmosphäre….dann mussten wir aber los.

Opa wollte noch die Karten für liebe Leute schreiben und in den Briefkasten werfen.

Und wieder mal warten für Benno und keine Lust auf eine eigene Karte. Er wollte raus, er hat so lange geschlafen und gesessen, er wollte endlich wieder im Schnee spielen.  Okay: Opa hat noch eine kleine Shoppingrunde gedreht und Oma und Benno haben, jeder auf seine Art, am Spielplatz “gewartet”.

Gemeinsam ging es anschließend kleine Ergänzungen für das Abendessen besorgen. Aber dann war es soweit für das neu geschaffene Schneegebirge vor dem Haus. Schnell den organisierten Schlitten holen und ab ging der Benno. Irgendwann hat aber auch er genug.

Beim Blick aus dem Fenster war kein Bengel mehr zu sehen, also die Stimme ins weite Rund erschallen lassen-okay, der Kleene stand vor der Tür und wollte rein. Oma also und runter und was ist das? ein grüner Schlitten? Wir haben einen pinkfarbenen organisiert. Ja, den hatte sich ein anderes Kind geschnappt, weil die Schwester auch so einen hatte und seinen grünen stehen ließ. Eines hatte Benno gelernt: so ein Schlitten gehörte ihm nicht wirklich, sondern nur hier und jetzt. Aber in dem Fall: nicht mit Oma! In Leggins und Hauslatschen stiefelte sie flink in Richtung Berg auf den “Sünder” zu. Ein lautes “Hey” und “we change” hat den Jungen klaglos tauschen lassen. Hat er mich verstanden? Mir doch ejal! Die Geste und die große, breite Frau mit Kommandostimme hat keinen Widerspruch geduldet.

Tja und dann hatte Benno Durscht – das erste Glas genommen, sah ja aus wie Fanta – brrrr wat is dit? Auf einmal zog er zügig Richtung Waschbecken und hat sich, nachdem er meinen letzten Schluck Bier geklaut hatte, diesen auch noch ausgespuckt und mehrfach den Mund ausgespült. Tja, so mussten wir herzhaft lachen, dieses Bild, wie er das Gesicht verzogen hat, einfach herrlich. 😂🤣

Und nun  – heute Abend wird es etwas ruhiger. Sooooo viel frische Luft macht auch die Alten müde. Beim Junior haben wir da keine Bange! Aber vorher noch gemeinsam Abendessen – heute auf dem Zimmer und möglicherweise schmeißen wir die Sauna noch mal an. Nicht zu heiß, damit der Opa nicht überkocht. Ich hoffe, dass wir heute zeitig zu Bett kommen, denn morgen ist wieder Action angesagt. Und verraten wird vorher nichts, das ist mal klar! Ach es schneit immer noch, hoffentlich kommen wir morgen früh aus dem Haus!

Tag 2 – Neue Elfen braucht das Land

Denn erstens kommt es anders…..

also zumindest galt das für den Tagesbeginn des 25.02.2026. Da hatte irgend so ein Trottel seinen Wecker auf dem Zweithandy nicht ausgestellt. Und so sahen sich zwei verschlafene Gestalten etwas merkwürdig um 05:55 Uhr in die müden Augen. Also hochleiern, Entschuldigung murmeln und weiterschlafen. Hat bei mir gut geklappt, nur beim armen Jensi nicht. Sorry,kommt nicht wieder vor.

Um 07:30 Uhr dann also nochmal offiziell: Aufstehen für alle, nacheinander durch das Bad, warm anziehen und ab zum Frühstück. Ui ui ui, das Thermometer hat -22 Grad angezeigt. Da ist so ein Morgenspaziergang doch erfrischend.

Der Kamin im Frühstücksraum war natürlich aus. Wer braucht schon so wat?

Na dann Brot… in verschiedenen Sorten etwas Wurst, jede Menge Käse, Obst, Küchelchen, Eier…. na wir haben unsere Auswahl getroffen und dann ganz gemütlich gespeist. Einigen Dingen sah man an, dass sie schon seit mindestens, wenn nicht noch länger auf die hungrigen Mäuler warteten. Ejal…wir hatten Hunger, und Benno erst Recht.

Und dann Spaziergang Nr.2 zurück, cremen, warm anziehen und ab zum Elfen Trainingszentrum. Was ein guter Wichtel bzw. Elf werden will muss viele Sachen üben.

  1. Station war Geschenkepäckchen zielgenau durch ein kleines Loch werfen. Erinnerte an ein Kneipenspiel und daher war der Opa hier eindeutig der Beste.
  2. Station, hier hieß es Rodeln bis die Plaste glüht. Was Oma und Opa in einem Rutsch absolviert haben, hat bei Benno etwas gedauert. Und er “musste” gleich alle möglichen und unmöglichen Lagen probieren. Man weiß ja schließlich nie.
  3. Station, oh je letztens ist ein Rentier entwischt.Aus diesem Grund müssen alle zukünftigen Wichtel Lasso werfen üben. Und da diese Knilche heute auch ab und an mal Quatsch machen, wurde Benno zum Seilspringen verführt.
  4. Station, ganz wichtig: Schneemobil fahren für kleine Wichtel, falls die Rentiere mal krank sind. Das war ein Heidenspaß. Wir wollten eigentlich vereinbaren, dass wir den Junior-Elf in Ausbildung um 18:00 Uhr wieder abholen. Nur blöd, dass noch andere Kinder angemeldet waren.
  5. Station für die großen Geschenke: Motorschlitten fahren, natürlich auch wieder mit Helm. Der Opa entpuppte sich beinahe als neuer Weltmeister und wurde fast als Trainer angeworben. Aber wir brauchen den ja noch. Im Ernst: die Oma muss hier nochmal fleißig üben oder gleich eine andere Position dabei einnehmen.
  6. Und eine ganz wichtige Station: anschleichen und verstecken. Welcher Elf oder Wichtel möchte beim Blödsinn machen oder Geschenke bringen schon entdeckt werden?

 

Dann war es soweit, wir hatten alle Prüfungen erfolgreich absolviert, da gab es dann einen warmen Kakao und Marshmallows am Lagerfeuer. Stolz nahmen wir unser Elfen Diplom entgegen und hatten nach ganz viel Spaß einen tollen Vormittag verbracht.

Diese Urkunde ist nur ein Beispiel. Jeder hatte sie bekommen und ist nun ein offizieller Helfer des Weihnachtsmannes.

Autsch, da hat doch so ein frecher Elf noch eine kleine Schneeballschlacht angefangen. Nur Blödsinn im Kopf.

Zurück am Haus, war Benno noch lange nicht müde. Er musste noch fix den Schneeberg wieder runter….mit oder ohne Schlitten 😂. Und wieder hoch und wieder runter…..

Mittagsruhe war angesagt und gar kein Problem.

Am Nachmittag ging es dann mit dem Bus in das schöne Städtchen Rovaniemi. Na ja, schön ist relativ. Also den berühmten Lordi Platz besuchen, zurück ins Shopping Center und dann fürstlich bei Burger King gespeist.

Für den Rückweg hat Opa ein Taxi spendiert, so kamen wir rechtzeitig zurück und Benno hat das heiß begehrte Quad in Miniaturausgabe erhalten. Für die Großen gab es den ersten Glögi vor Ort und dann war der Junior auch schon beinahe k.o. Die Großen kommen nun auch zur Ruhe, denn morgen ist wieder Programm im Freien angesagt, da ist Ruhe dann auch wirklich schön.

Was morgen ansteht, wollt ihr wissen? Tja, da müsst ihr morgen wieder nachlesen und bis dahin einfach warten. Also dann bis dann und winke winke!

Ro… was? Ach ja… Rowaniemi!

Heute ist der 24.02.2026. Ich habe den Wanderstab an Bine übergeben, welche sich nun für den Blog von Romaniewi zuständig fühlen… muss 😀

Reisen will gut vorbereitet sein

Na dann legen wir mal los…also wirklich. In Deutschland wird es endlich Frühling und wir haben seit Wochen nichts anderes zu tun, als uns mit Kältecreme, „langen Männern”, und und und zu beschäftigen. Aber den Korken hat unser Enkel abgeschossen: schon vor mehr als vier Wochen bekamen wir die Vollzugsmeldung von Bennoˋs Papa. Er ist fertig mit Packen, wir können ihn abholen. Aber hey, wir wollten das Kind nur für ein paar Tage entführen und nicht gleich adoptieren. Regelmäßig wurden die Temperaturen gecheckt und uns wurde Angst und Bange. Selbst mein lieber Jensi hat sich erst eine Tschapka geholt und später noch eine echte Kaschmir-Wollmütze. Merino oder Alpaka…alles was so sein Fell für Kleidung geben kann, ist nun in unserem Besitz. Und das alles für ganze vier Nächte im Weihnachtsmanndorf. Die nächste Frage: wie weit kommen wir mit 15 Kilo Freigepäck pro Person? Wir fahren ja nicht an den Strand und nen T-Shirt und ne Badehose sind ja echt winzig im Vergleich zu unseren neuen Errungenschaften. Sicher ist sicher: Es wurde noch ein weiterer Koffer dazugebucht. Vom “Hörensagen” wissen wir, dass Übergepäck mächtig teuer ist. 😆

Also Benno war seiner Meinung nach schon seit Wochen fertig mit Packen, da hat er aber die Rechnung ohne seine Mama gemacht. Jede Menge Bücher und Spielzeug aller Art flogen im hohen Bogen wieder aus dem Koffer und wurden durch warme Klamotten ausgewechselt.

Benno „Start in ein großes Abenteuer“

Am Sonntag war es dann soweit: Bennos erste Reise ohne familiäre Begleitung! Eltern und Geschwister haben den Lümmel nach Dresden-Neustadt begleitet. Da wurde er von Oma mit dem Zug abgeholt in Richtung Zepernick. Ob sie nun schadenfroh oder wehmütig waren…das war nicht komplett auszumachen. Papa tat völlig cool, bei Mama hat man gemerkt, dass es schon gegrummelt hat. Irgendwann hieß es tschüss und los und Benno stiefelte todesmutig mit Oma in Richtung Bahnsteig. Ach und dann am zweiten Aufzug war es dann doch irgendwann so weit: “meine Mama” kam auf einmal ganz kläglich von dem kleinen Wicht. Oma-ganz Profi hat es geschafft,dieses kleine Tief zu überwinden und so wurde es eine ganz gemütliche Zugfahrt.

Zu Hause in Zepernick war dann alles gerichtet: Opa hatte seine Spezialität vorbereitet – Nudeln mit Würstchensoße und Jägerschnitzel. Ganz schnell war dann Bettchenzeit..alles problemlos auch zur Freude der Großeltern.😂

Nur noch einmal schlafen…..

Der Montag ist schnell erzählt: Benno hat den Tag um 06:30 Uhr am ersten Urlaubstag seiner Großeltern eröffnet. Kurz danach ließ sich die Oma blicken. Opa konnte dann um kurz nach sieben Uhr auch nicht mehr schlafen  – schnelle Einkaufstour; Frühstück; etwas Gartenarbeit, spielen und yeah MITTAGSSCHLAF – pünktlich um 19:15 Uhr hieß es nach dem Abendessen Bettchenzeit. Die Nacht war sehr kurz. Und so waren auch die Initiatoren dieser Reise zeitig abgetaucht.

Endlich geht die Reise los, für den Lütten und die auch für die “Großen”

Um 03:00 Uhr in der Früh-der Wecker- so grausam! Also vorsichtig zum Kind: Hallo Benno, aufstehen, die Reise geht los. Ja, müde war er, sehr müde! Das hat er mindestens drei mal gesagt. Aber ohne Mucken und Murren anziehen und los. Ab ins Auto und zum Flughafen und wo eben noch die eine oder andere Frage aufgetaucht ist, war auf einmal nach etwa 10 Minuten Stille – absolute Stille. Der Zwerg hat die Fahrt zum BER glatt absolut sinnvoll genutzt.

Die Sicherheitskontrolle mit allem Drum und Dran: Abtasten; Schuhe aus ….ja, wer weiß was er alles so nach Finnland schleusen will? Und dann hatten wir es – zwei Walnüsse – die hatten aber die Sicherheitskräfte zum Glück wohl übersehen! Und die Glückssteine in der Jacke auch. 🤣🤣 Ein Stück Tradition wurde dem Enkel beigebracht: ein Vor-dem Flug-Bier in der “Ständigen Vertretung”, okay für ihn gab es Fanta und nen Croissant. Und der nette Kellner hatte noch nen Lolli übrig.

Dann endlich einsteigen…und losfliegen? Ne, erst mussten noch alle anderen Leute einsteigen. Ein Blick ins Cockpit – nö – uninteressant – ist ja kein Traktor oder sowas. Losgehen sollte es. Eine Frage hatte er noch: Wie geht das eigentlich mit seiner Höhenangst? Wir haben ihn beruhigt und dann ging es endlich los. Das Gesicht sprach Bände. Das Strahlen zog sich von einem Ohr zum anderen. Irgendwann war aber hier die Durchhaltekraft vorbei und er hat seelig mehr als eine Stunde geschlafen. Der nächste spannende Punkt – die Landung  -wird dit ne Bruchlandung? Yes aus dem Kind wird doch noch wat! Der fängt an zu Berlinern.

 

Nun waren wir also in Rovaniemi: au watte MINUS 16 Grad zum Willkommen. Na herzlichen Glückwunsch! Aber dieser kleine Flughafen mit ganzen zwei Gepäckbändern, der war so zauberhaft. Schnee so so viel und dick. Der Pilot konnte echt auf Eis landen und das mit Bravour.

Ick weeß echt nicht wat die in Deutschland haben. Und dann ab in unsere Unterkunft für die nächsten 4 Nächte. Mit dem Bus – so viel Abenteuer war uns dann nach der kurzen Nacht dann doch zu viel. Taxi und los. Und ankommen und staunen. Hier werden wir als Erwachsene noch mal zum Kind. Weihnachten ist hier immer und jeden Tag. Und einfach zauberhaft. Das Zimmer –  eine Suite – konnten wir schon beziehen, ein hilfsbereiter Mensch fuhr unsere Koffer und uns zu unserer Unterkunft. Den Service hat er sogar abgerundet, indem er zwei unserer Koffer bis vor die Zimmertür brachte. Wow – wie geil. Und dann rein! Krass: Blick auf den Wald, zwei Zimmer und ganz wichtig fürs Kind: in jedem Zimmer ein TV-Gerät! Und im Bad ne kleine Sauna, wie krass.

Ja und dann wollten wir wieder raus: rodeln, shoppen, erkunden, ach ja und das kleine Hüngerchen besiegen.

Die ersten Eindrücke sind zauberhaft, das Tagesprogramm haben wir voll erfüllt. Am Abend ging es dann nochmal in die Kälte. Wir wollten die ganze Sache mal beim Abendschein betrachten. Jensi meinte noch, es ist wärmer als heute bei der Ankunft. Jotte ne, es war schaurig kalt…ich schreibe hier nicht dem Teil mit dem “gesäßkalt” oder so. Ich bin ja brav, also meistens. Der Zwerg war kurz sauer, weil sein ergaunerter Schlitten nun wieder vorne bei der Rezeption steht. Wir organisieren morgen einen neuen, hier stehen genug rum!

Und nun schläft er endlich und wir sind gespannt wie lange. Aber es gibt bereits ab 08:00 Uhr Frühstück und wenn es deutlich früher ist, darf er erst auf dem Balkon im Schnee und Eis spielen und dann in die Sauna 😂.

Morgen haben wir wieder volles Programm.

Seid gespannt, wer sind es auch!

 

Von Demenz ist keine Spur!

Moinsen zusammen, heute ist der 15.02.2026. Wer nun denkt… „Dem Weihnachtsmann die Hand schütteln“ da haben die Laewens doch einen an der Waffel. Das letzte Weihnachtsfest ist schon knapp 2 Monate her. Bis zum nächsten Weihnachtsfest sind es noch gut 10 Monate.  Tja… aber von Demenz ist keine Spur. Denn wir wissen, wo der Weihnachtsmann wohnt. Der Ort heisst Rovaniemi und liegt in Lappland am nördlichen Polarkreis. Und genau da wollen wir in wenigen Tagen hinreisen. Das allerdings nicht nur, weil WIR dorthin wollen. Nein… es wird die „Baldbinicheinschulkindreise“ für „Nummer 5“, oder auch Benno genannt. Benno hat es bitternötig, den Weihnachtsmann noch einmal zu treffen, bevor er in die Schule kommt. Natürlich freuen wir uns auch darauf und… auf aktuell – 19 Grad, Rentiere, Schlittenhunde und Nordlichter. Also… schaut ab 24.02. regelmäßig vorbei. Wir wollen euch daovn berichten.

Bis dahin…

Seid gespannt… wir sind es auch.