Heute hatten wir früh morgens so gar keinen Termin. Gleich früh um 08.00 Uhr die Frage vom Kind: Freust Du Dich auch schon aufˋs Frühstück? Diese Frage bekommen wir so ungefähr 3x am Tag. Und dass das ein Highlight für ihn ist, konnten wir auch heute wieder feststellen.  Frisch gestärkt und mit einem freien Vormittag im Gepäck sind wir dann in den Tag gestartet. Auf dem Rückweg konnte man schon die ersten eingeflogenen Touris sehen, welche sich Polarkreis einfanden.

Bücher ansehen, etwas TV schauen, etwas schlummern…und dann ging es wieder an die frische Luft. Unser Enkel forderte uns mutig zu einer Schneeballschlacht heraus. Na das ging dann fröhlich hin und her, mit wechselnden “Mannschaften”. Für uns war es schon eklig, als das weiße Zeug im Gesicht landete. Benno hat keine Miene verzogen, lauthals gelacht und tapfer weiter versucht, den Pulverschnee irgendwie mit seinen kleinen Händen zu formen.

Irgendwann ist auch die größte Schlacht vorbei, also weiter Richtung Wald. Aber hey, was war das? Diesen Schneeberg, den hatte Benno noch nicht unter seine Arme, Beine und den Po genommen. Also ging es wieder hoch und runter mit einer Energie, wie sie nur Kinder haben. Irgendwann wurde die Rutschfähigkeit des unbekannten Schneegebirges auch auf dem Bauch abwärts getestet. Schnee im Kragen – no Problem – Oma hilft dabei, die größten Brocken zu entfernen. und weiter ging es mit Spaß. Da standen ja schließlich Bäume, die noch nicht geschüttelt waren 😊. Hier war Opa wieder der beste Helfer der Welt und es rieselte der Schnee wunderschön von oben nach unten. Apropos unten: da waren doch irgendwann mal Schneeengel unterwegs. Benno hat geholfen, diese zu finden.

 

 

Für unser Tageshighlight haben wir diesmal den Nachmittag ausgewählt. Es ging auf Tour mit dem Rentierschlitten. Unser Rentier hieß “Brueröe” oder so. Der arme Kerl hatte nun also eine schwere Aufgabe vor sich: Oma, Opa UND Benno alle in diesem einen Schlitten. Er lief mit uns dreien am Ende eines Dreiergespanns. Davor war eine Vierergruppe. Ordentlich zugedeckt ging es dann los. Nicht 400m und auch keine 800m, sondern viel weiter durch den Santa Claus Winterwald. Regelmäßig kam vom Opa beim Blick in die Winterlandschaft der Ausruf: so wunderschön, so wunderschön. Manno, das war echt beeindruckend und hat sogar bei mir als “Schneemuffel” den Wunsch nach einer Wiederholung hervorgerufen…..ohne einen Wirbelwind…nur für Erwachsene.

 

Na mal schauen! 😉 Wenn man so als Letzter in der Reihe ist und einen tollen Blick in die Runde hat, so ergibt sich auch ab und an der Blick auf das Hinterteil unseres Helden. Na und wer so arbeitet, der muss auch mal, also sich entleeren, sehr zum Vergnügen von Benno. Wie gesagt, unser Rentier war ein tapferer Bursche! und er hat nicht seinen Kumpel da vorne für sich mitziehen lassen. Die Verbindungsleine hing regelmäßig durch und er kuschelte im Schlitten vor uns mit den Leuten. Die hatten dann die Freude seines heißen Atems und der Schlabberzunge.

Mehr als 30 wundervolle Minuten ging es durch den zauberhaften Winterwald ringsumher und da konnte man nicht nur wahnsinnige Spaziergänger sehen, wo ich mich frage: wissen die überhaupt wo sie gerade sind? Es gab auch ganz merkwürdige Influencer-Tiere im Tiefschnee mit Fotoausrüstung. Sachen gibt’s, die einen Staunen lassen.

Nach dieser tollen Tour waren wir ans Lagerfeuer eingeladen. Na, das ist so spannend für unseren Benno! Es gab warmen Glögli und dann so krass: eine Wurst, die man an einer überlangen Gabel am Feuer selber grillen durfte. Was für ein Erlebnis! Hier kam Jensi auch mit unserem Guide ins Gespräch und so wurde das Rentier- Wissen erweitert.

Ja und sonst noch? Einen Kurzbesuch in Santaˋs Foodmarkt, und auf Wunsch eines einzelnen Herren ging es noch auf den Spielplatz. Bevor es dann zum Abendessen zum Zimmer ging, mussten wir noch eine Glögli für Benno und ja: Glühwein trinken.

Beim Rückweg flog wieder etwas Schnee in allen möglichen Formen wie wild durch die Luft.

Oben angekommen hieß es dann: Tisch decken und gemeinsam die Reste vertilgen. Das Kind ist nun geduscht, Zähne sind geputzt und in wenigen Minuten gehen für Benno dann die Lichter aus. Okay, sie sind ausgegangen 🤣

Und für morgen, da gebe ich heute bereits einen kleinen Ausblick, da es schwierig wird, Zeit zum Schreiben zu finden.

Also um 11:30 Uhr werden die Koffer aus dem Zimmer abgeholt und an der Rezeption aufbewahrt. Wir haben Leute gesehen, die Ihre Koffer durch den Tiefschnee gezogen haben. Das tun wir uns nicht an, zumal das hier in dieser Unterkunft zum Service gehört. Drückt bitte die Daumen, dass Benno die Couch in der Rezeption zur Mittagsruhe akzeptiert und wir das Kind dann irgendwann irgendwie wieder auf Normalo umbauen können. In Berlin ist es schließlich frühlingshaft.

Gegen 18:15 Uhr lassen wir uns zum Flughafen kutschieren. Kurz nach 21:00 Uhr Ortszeit geht der Flieger.

Also, Ihr Lieben, habt noch einen tollen Abend! Wir melden uns!